Facelift verstehen

Was ist was- Terminologie beim Facelift

Manche Patientinnen und Patienten kommen dann zu mir und wünschen sich lieber ein Deep Plane Facelift ("Tiefe Schicht") als ein SMAS-Facelift. Allerdings ist das SMAS-Lift ein Deep Plane Lift. Beim Deep Plane wird die SMAS Schicht (die auf dem Muskel gelegene Unterhaut/Bindegewebeschicht) vom Muskel und den auf dem Muskel laufenden Gesichtsnervästen gelöst und nach oben geliftet. Technisch ist es also das Gleiche. Man strafft die tiefe Unterhautschicht und zieht nicht an der Haut. Wenn man nur an der Haut zieht, dann wirkt es unnatürlich. Mit der Straffung der Unterhaut, also dem SMAS, kann man viel natürlicher arbeiten.

Es gibt dann verschiedene Techniken, wie man in die Deep plane "einsteigt", also wo man zur Straffung der Deep Plane (nicht in die Haut, da ist der Schnitt immer gleich) reinschneidet und zieht. Zudem gibt dann noch unterschiedliche Techniken wie man die Haut "drapiert": man kann sie an der Deep Plane/SMAS Schicht belassen, dann nennt man das composite (also "verbunden") oder man trennt in bestimmten Bereichen die Haut von der Unterhaut, dann hat man zwei Schichten, wir nennen das dann bi-lamellar. Welche Technik man wählen sollte, hängt am Ende vom eigentlichen Hautüberschuss und von der Elastizität der Haut ab. Bei einer 75jährigen Raucherin mit sonnenbelasteter Haut muss man eine andere Technik anwenden als bei einer elastischen Haut, bei der es nur um die Beseitigung von milden "Hängebäckchen" geht.

Wie immer in der Medizin geht es also um ein individuelles, patientenangepasstes Vorgehen. Gute Plastische Chirurgen erkennen Sie daran, dass sie Sie individuell ohne Marketingphrasen beraten.

Zurück